Wissenswertes über Tische

Hier finden Sie Wissenswertes und viele hilfreiche Tipps für Tischbesitzer und solche die es werden wollen!

Platzbedarf für Tische

Oft wird unterschätzt, dass um den Tisch auch ausreichend Platz zum Spielen benötigt wird.

Sollten Sie nicht den perfekten Platz haben, weil zum Beispiel eine Säule, ein Kamin oder eine Wand im Weg ist, muss der Traum des eigenen Tisches noch nicht zuende sein, denn es gibt noch die Möglichkeit mit kürzeren Queues an diesen Stellen zu spielen.

Da die Standardlänge der Queues 145-147cm hat, ist der ideale Mindestabstand um den Tisch herum 150cm von der Außenkante des Tisches zu jedem festen Hinderniss. Dann hat man genug Platz um vernünftig zu stehen und da die Bande selbst zwischen 12-15cm in die Spielfläche geht, hat man auch ausreichend Platz zu schwingen.

Dieser Idealabstand wird auch nur dann benötigt, wenn die Weiße Kugel press an der Bande liegt und man gerade von der Bande wegstoßen muss. Sobald man im Winkel von der Bande wegstoßen muss, stört das Hinderniss schon nicht mehr so sehr.

Also, selbst wenn der Idealabstand nicht ganz erfüllt wird, kann man bis zu einem gewissen Grad damit umgehen und den Traum eines eigenen Tisches verwirklichen.

Hier geben wir Ihnen mal die idealen Raumflächen für alle Tischgrößen:

12ft Tisch (Snooker Turniergröße) =   7 x 5m  
10ft Tisch   =   6,25 x 4,70m  
9ft Tisch (Pool Billard Turniergröße) =   6,05 x 4,60m  
8ft Tisch   =   5,65 x 4,40m  
7ft Tisch   =   5,35 x 4,25m  
6ft Tisch   =   5 x 4,10m  
 
Wenn Sie diese Raummaße ohne Hindernisse haben, können Sie ideal spielen.
Oft findet man im Internet kleinere Raummaß-Angaben. Wir geben hier das IDEAL-Mindestraummaß an!
 
Es gibt kürzere Gästequeues für Snooker in den Längen 137, 122 und 107cm.
Für Pool Billard können wir in den Längen 130, 120, 110 und 100cm anbieten.
Kürzere Queues finden Sie bei uns im Snookershop.
 
Welche Kriterien sind bei einem Tisch ausschlaggebend für ein gutes Spiel?

Damit Sie sich hier nicht nur auf unsere Aussagen verlassen müssen, haben wir 2010 den 3 besten Deutschen Spielern und dem Bundestrainer genau diese Frage gestellt.

Dabei wurden 5 Punkte genannt, von denen nicht einer etwas mit dem Fabrikat oder Model des Tisches zu tun hat.

Ergebnis:

     1. der Tisch muss perfekt gerade ausgerichtet sein

     2. Qualität des Tuches

     3. optimale Spannung des Tuches auf Platte und Banden

     4. die Qualität der Bälle

Diese 4 Punkte sind völlig unabhängig vom Hersteller des Tisches, sondern nur vom gewählten Spielmaterial und der Fähigkeit des Tablefitters (Monteur)

     5. Qualität (Abschlagverhalten) der Bandengummis

Bei diesem Punkt verwenden die meisten Hersteller die "Northern Rubber Championship Cushion" bei ihren Top-Modellen. Also ergibt sich hier auch kein Pluspunkt für dieses oder jenes Fabrikat. Einen Unterschied findet man erst bei billigeren Modellen der Tischhersteller vor.

Steelblock-Banden

Auch hier konnten wir keinen nennenswerten Unterschied zwischen den Fabrikaten ausmachen, zumal die meisten bei den Steelblock Banden auch die "Northern Rubber Championship Cushion" verwenden.

Andere Faktoren

Alle anderen Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Heizung, Pflege... sind alles vom Fabrikat unabhängige Faktoren.

Fazit:

Wie wir erfahren haben, gibt es also keinen "sachlichen" Grund sich für oder gegen ein Fabrikat zu entscheiden. Man sollte seinen Tisch also zunächst nach der Optik des Tisches auswählen - Sprich: "Wie gefällt mir die Form und in welchem Zustand ist der Tisch?"

Dann sollte man natürlich darauf achten, dass man die o. g. Punkte erfüllt bekommt.

  • für die perfekte Ausrichtung und das optimale Beziehen sorgen unsere Tablefitter
  • wir liefern Ihnen auch bei gebrauchten Tischen immer neues Tuch und auf Wunsch Aramith "Tournament Champion" Bälle

Damit sind die ersten 4 Punkte erfüllt!

Dann wäre da noch die Frage... Steelblock Banden, ja oder nein?

Auch hier wieder eine Geschmacks- und Bedarfsfrage...

Wenn Sie für sich persönlich einen schnelleren Bandenabschlag der Bälle haben wollen, sollten Sie sich für Steelblock entscheiden. Nachteil: Steelblock Banden sind teurer als normale Banden und die Winkel des Bandenabschlags sind etwas anders als bei normalen Banden. Es ist also eine Umstellung wenn man dann von Steelblock zu normalen Banden wechselt. Zum Beispiel auf Turnieren.

 

Wie funktionieren "Steelblock-Banden" und warum spielen sie sich anders als normale Banden?

Bei Steelblock Banden ist nicht nur der Abschlag von der Bande schneller, sondern auch der Abprallwinkel ändert sich ein wenig. Wie kann das sein und was sind die Gründe dafür?

Die meisten die noch nie Steelblock Banden gespielt haben, stellen sich oft vor, dass direkt hinter dem Gummi ein Stahl-Streifen eingearbeitet ist. Allerdings ist die Konstruktion der Steelblock Bande fast die gleiche wie die einer "Woodenblock-Bande" (normale Holzbande). Direkt hinter dem Gummi befindet sich, genau wie bei normalen Banden, eine etwa 2,5cm dicke Holzleiste an die der Gummi geklebt wird. Diese Leiste wird an der anderen Seite an einen ca 8mm starken, und etwa 10cm hohen Stahlstreifen geschraubt, der so lang ist wie die Bande. Also befindet sich hinter dem Gummi Holz und erst danach kommt der Stahl.

Bei unseren Recherchen und Untersuchungen wieso "Steels" sich trotzdem anders spielen, haben wir uns mit den besten Tablefittern der Welt und Firmen mit über 100 Jahren Erfahrungsschatz verständigt und sind dabei auf zwei Hauptgründe gekommen die dies erklären.

1. festeres Anschrauben möglich

Unterschied zwischen Steel- und Woodenblock Banden

Im Gegensatz zur Holz-Bande besteht die Steelblock-Bande aus zwei Teilen. Einmal den Stahlteil mit der Holzleiste und dem Gummi und dann separat nochmal eine Holzbande in die die Taschen eingebaut werden. Der Stahlteil wird direkt an die Platte des Tisches geschraubt und das Holzteil dann im Nachhinein an den Stahlteil mit extra Schrauben (siehe Bild).

Dadurch das man den Stahlteil direkt an die Platte schraubt und der Stahl dem Druck der Schrauben und Unterlegscheiben kein bisschen nachgibt, ist die Bande maximal an den Tisch befestigt. Holzbanden hingegen geben dem Druck der Schrauben etwas nach und können sich durch die Vibration beim Aufprall der Kugeln mit der Zeit sogar von selbst wieder lockern. Wir haben es oft genug erlebt das Bandenschrauben fast von Hand rausgedreht werden konnten obwohl sie (laut Kunden) vom Vorgänger bombenfest angezogen wurden.

Uns ist beim Testen auch aufgefallen, dass die Holzbanden beim Einschlag der Kugeln vibrieren, wohingegen bei richtigen Steelblock Banden fast nichts vom Einschlag zu spüren ist.

Fazit: Die Steelblock Banden sind fester an die Platte montiert, geben deshalb den Kugeln kaum nach (ausser das Eindrücken des Gummis), nehmen dadurch kaum Schwung beim Aufprall in sich auf und lassen die Kugeln somit direkter abprallen als normale Banden!

2. höheres Gewicht

Sicherlich ist der 1. Grund der Hauptgrund für den besseren Abschlag. Zusätzlich aber spielt auch das höhere Gewicht der Banden eine Rolle. Die Steelblock Bande ist durch den Stahl um einiges schwerer als normale Banden. Nun kann man es sich so vorstellen als würde ein dünner Mann mit etwa 70kg neben einem dicken Mann mit 150kg stehen. Wenn etwas in diese beiden Männer mit gleicher Masse und Tempo hineinläuft passiert dem dickeren Mann weniger als dem Dünneren. Die Trägheit der Masse spielt also auch eine kleine Rolle in dieser Sache.

 

Kann man normale Banden zu Steelblock umbasteln?

Ja, das geht. Das sind dann sogenannte "Semi-Steel"-Banden.

Dabei wird in eine normale Holzbande ein schmaler Streifen Stahl hinter das Holz auf das der Gummi geklebt wird eingebaut.

Prinzipiell ist es schon möglich aber der Aufwand ist die Mühe nicht wert, unserer Meinung nach. Denn, zwar wird die Bande durch den Stahl etwas schwerer, aber da nachwievor Holz zwischen Schraube und Platte ist, lässt sich die Bande wieder nicht so fest anziehen wie bei einer richtigen Steelblock-Bande.

Der komplette Austausch vom ganzen Bandensatz eines Tisches von normalen Banden zu Steelblock-Banden ist in der Regel möglich und lohnt sich allemal.

Warum ist ein hohes Alter eines Tisches etwas Gutes?

Nun, früher wurde nicht so sehr darauf geachtet das die Produktionskosten niedrig sind, sondern das die Qualität stimmt. Da Snooker früher vor Allem in den höheren Kreisen gespielt wurde, war die Kundschaft weniger auf einen günstigen Preis aus sondern sie war überaus anspruchsvoll. Während heute viele Hersteller mit "billigeren" Hölzern arbeiten, wurde damals meistens Mahagoni verwendet.

Außerdem war die Bauweise des Unterbaus des Tisches viel solider. Heutzutage werden zwischen den Fußverbindern (die kurzen Bretter die die gegenüberliegenden Füße von links nach rechts verbinden) nur 1 Holzbalken lose angebracht (siehe Bilder). Bei Tischen von 1950 oder früher wurden 3 Balken pro Segment fest verzahnt angebracht. Was dem Tisch viel mehr Stabilität bringt! Sowas findet man heutzutage bei keinem Tischproduzenten mehr.

Da sämtliche Verschleißteile eines Tisches (Tuch, Bandengummis, Netze, Taschenleder) austauschbar sind, hat das Alter keinen negativen Einfluss auf das Spielverhalten des Tisches.

Mit einer besseren Holzqualität und solideren Bauweise sind die älteren Tische also hochwertiger und man kann getrost sagen: "Die überleben uns alle und sehen einfach besser aus!" (Geschmackssache)

Tipps zum Pflegen von Tisch und Tuch

Einmal B-B-B, bitte! ...HÄH? ...Na, Bürsten-Blocken-Bügeln, natürlich!

Übliche Utensilien zur Pflege des Tisches sind die Bürste, der Blocker und ein spezielles Bügeleisen.

Zuerst sollte man Kreidereste und Schmutz vom Tuch bürsten.

GANZ WICHTIG: immer die Laufrichtung des Tuches beachten! Das bedeutet immer die Bewegung mit dem Strich machen, also von "Gelb zu Schwarz". So gerade wie möglich die Bürste schwingen. Sonst stellen sie die feinen Haare des Tuches auf und das kann die Laufwege der Kugeln beeinflussen und sie werden langsamer als normal. Das gilt auch für die Banden!

Danach einmal kurz mit dem Blocker abziehen um die letzten Überreste von Schmutz wegzubekommen und die Haare erneut in die richtige Richtung zu legen. Der Blocker wird in einem Schwung von oben bis unten über das Tuch gezogen - wie das Bügeleisen. Also muss man damit keine "Bürstbewegungen" machen.

Als nächstes geht man einmal mit dem Bügeleisen darüber. Leider kann man dafür kein handelsübliches Bügeleisen verwenden, da die zu leicht sind und nicht den nötigen Druck erzeugen. Am Rand mag man den Druck vielleicht noch mit Muskelkraft oder Körpereinsatz bringen, aber zur Mitte des Tisches hin wirds schwer. Die besonderen Snooker-Bügeleisen sind ziemlich schwer und machen es so dem Benutzer möglich den Tisch gleichmäßig zu bügeln.

Wichtig beim Bügeln ist, dass man nicht lange auf einer Stelle verharren darf!! Denn sonst verbrennt man die feinen Härchen des Tuches und es wird "matt" und der Grip des Tuches geht verloren.

Das Bügeleisen darf auch nicht zu heiß werden. Sonst sieht der Tisch bald aus wie ein Fußballfeld nach dem mähen. Sprich, man sieht richtig die Linien wo das Bügeleisen langefahren ist. Es gibt Bügeleisen die einen Drehknopf haben, mit dem man die Temperatur regeln kann. Man sollte dann mit "niedrig" beginnen und sich rantasten an die richtige Einstellung. Bei anderen Bügeleisen kann man nichts justieren, da ist die Hitze voreingestellt.

Also, nochmal... sobald das Bügeleisen das Tuch berührt: losgehen!

Zum Schluss kann man noch ein Geschirrtuch nass machen, ordentlich auswinden bis es wirklch nur noch feucht ist, dann das Tuch um den Blocker wickeln und die gesamte Spielfläche noch einmal abziehen (Wieder wichtig: immer nur in Laufrichtung des Tuches!). Das macht die Oberfläche des Tuches blitzblank und nimmt den letzten hartnäckigen Schmutz und Fette vom Tuch.

 

Wenn die Kugeln beim Abschlag von der Bande springen

Das kann mehrere Gründe haben:

1. Schmutz an der Bande

Da man beim Abbürsten des Tisches immer in Richtung Schwarze-Bande bürstet und aufwirbelt, landet der Schmutz auch an den Innenseiten der Banden. Die Flächen, die die Kugeln berühren, werden dadurch auch dreckig und voll Staub, Kreide und Fette. Dadurch hat die Kugel mehr "Gripp" wenn Sie in die Bande schlägt und da die Kugel mit einer Vorwärtsrotation ankommt, zieht sie sich durch den Gripp nach oben und springt dann oft zurück ins Spielfeld. Deshalb ist es ratsam auch die Bandenfläche die die Kugeln berühren abzubürsten und ruhig ab und zu mal mit einem feuchten Tuch entlang zu gehen um sie sauber zu machen.

2. Gummis zu niedrig

Es kann vorkommen, dass die Gummis zu niedrig installiert sind in der Bande. Das kann bei billigen Tischherstellern auch schon ab Werk so sein. Die schnelle Lösung: Bande abmontieren und da, wo das Bandentuch angetackert ist (also unten) einen Streifen Tuch zusätzlich (unter die Bande) über die Tackerklammern tackern. Dadurch erhöht sich die Bande um etwa 1,5mm. Das reicht oft schon.

3. Gummis ausgelutscht oder locker

Da nichteinmal Gummis vorm Altern bewahrt sind, kann es auch vorkommen, dass die Gummis einfach hinüber sind oder das der Kleber, mit dem sie ans Holz befestigt wurden, ausgetrocknet ist und nicht mehr hällt. Dann hilft meist nur eins: Fachmann kommen lassen und neue Gummis drauf. Diesen Service bieten wir natürlich auch.

4. Schrauben locker

Mit der Zeit kann es durchaus vorkommen, dass sich die Schrauben in den Banden oder im Unterbau lockern. Deswegen empfehlen wir diese Schrauben einmal im Jahr nachzuziehen.

Vorsicht mit Sidolin!

Sidolin macht den Gummi kaputt (das betrifft hauptsächlich Pool Billard- und Karambol-Tische, denn da ist das Tuch dünner als beim Snooker).

Wir bekommen sehr oft gebrauchte Billardtische bei denen teilweise die Bandengummis sehr hart sind. Stellenweise sogar so hart das man damit Nägel in die Wand hauen könnte! Nach einigen Recherchen haben wir erfahren, dass Alkohol daran schuld ist. Denn in den meisten Glasreinigern, wie Sidolin, ist Alkohol enthalten, der dem Gummi die Weichmacher entzieht und den Gummi somit verhärtet.

Also wenn Sie ihre Banden wieder auf hochglanz bringen wollen, dann sprühen Sie bitte nicht einfach das Sidolin auf die Banden. Denn es kann durch das Tuch an den Gummi darunter kommen. Wenn dann vorher in den Lappen und dann über die Holzflächen. Aber am sichersten wäre wohl einfach ein Tuch und normales Wasser.

 

Kann man den Snookertisch einfach absaugen?

Einigen Snookerspielern läufts bei dieser Frage wahrscheinlich kalt den Rücken runter... Allerdings ist die Frage gar nicht so dumm!

Denn beim Bürsten und Blocken, egal wie eifrig man ist, bürstet man viel Kreide UNTER das Tuch. Feine Kreidepartikel fallen auch während des Spiels durch die Fasern des Tuches und liegen dann unter dem Tuch. Was irgendwann so viel sein kann, das es durch die Hitze beim Bügeln das Tuch sogar angreift und matt macht.

Deshalb haben wir mal einen Test gestartet und haben den Tisch alle 2-3 Monate mit einem normalen Haushalts-Staubsauger abgesaugt. Und siehe da: als wir das Tuch (wie immer) nach anderthalb Jahren abgenommen haben, waren unter dem Tuch kaum Kreidereste!

ZU BEACHTEN ist, dass man den Staubsauger nicht auf volle Kraft stellt, halb reicht vollkommen aus, und auch hier wieder von "Gelb zu Schwarz" den Sauger bewegt! Und wie gesagt, alle 2-3 Monate reicht vollkommen aus. Danach wieder B-B-B und schon kann man wieder loslegen.

ACHTUNG: Der Saugkopf darf nicht mit einer Rolle bürsten!!! Sonst entstehen "Rillen" wie auf dem Bild!

Ein ganz normaler Hausstaubsauger reicht vollkommen aus. Nur sollte man vielleicht vorher die Rollen des Saugkopfes vorher sauber machen. Sonst gibts hässliche Streifen auf dem Tuch.

Welchen Einfluß hat Feuchtigkeit auf den Tisch?

Auf den Tisch an sich hat Feuchtigkeit eher keinen bis geringen Einfluß. Aber das Tuch ist sehr anfällig für hohe Luftfeuchtigkeit oder Flüssigkeiten.

Das schlimmste was wir mal erlebt haben war in Wittstock nachdem wir im Mai die Tische neu bezogen hatten. Im September hat uns ein Freund darauf hingewiesen, dass das Tuch total locker gespannt sei, was uns natürlich total aus den Latschen gehauen hat. Wir sind sofort hingefahren und haben das kontrolliert.

Es hat sich rausgestellt, dass sich das D (Halbkreis) am ersten Tisch um 3,5cm verschoben hatte, der Blauspot um 2cm, Pink um 1 und Schwarz war noch richtig. Wie kann das sein?!

In Wittstock hatten sie eine automatische Schiebetür, die während des extremen Sommers die ganze Zeit auf war. Dadurch ist feuchte Luft in das Tuch gekommen, hat es "aufgeweicht" und der Zug durch die Spannung im Tuch hat das D weggezogen von der Tür. Dadurch wurde das Tuch natürlich auch viel langsamer und es hat wenig Spaß gemacht darauf zu spielen.

FAZIT:

Im Sommer ist Lüften am Abend eher schlecht, solange die Luft noch schwül und feucht ist. Lieber Morgens lüften, wenn die Luft wieder trockener ist. Im Winter ist die Luft sehr trocken. Da macht es nicht viel aus, wenn man die Fenster aufreisst um durchzulüften. Eine Luftfeuchtigkeit von 40-60% und um die 20 Grad Celsius sind ideal für Tisch und Tuch.

 

Wie misst man die Größe der Taschen und welche Größe ist empfehlenswert?

Man misst genau über dem Absturz, also dort, wo die Kugel in der Mitte der Tasche anfangen würde zu fallen!

Wichtig ist beim Zusammenbauen des Tisches, dass alle vier Ecktaschen gleich groß sind und auch die beiden Mitteltaschen die gleiche Größe haben. Damit ist nicht unbedingt gemeint, dass die Mitteltaschen die gleiche Größe wie die Ecktaschen haben müssen. Nur Mitteltasche und Mitteltasche. Die Größe der Mitteltaschen hängt oft von der Bauweise des Tisches ab und kann unterschiedlich sein zur Größe der Ecktaschen.

Zur Info:

Bei den Profi-Tischen im Fernsehen (STAR-Tische) haben die Ecktaschen und die Mitteltaschen i.d.R. 8,7cm.

Bei den deutschen Meisterschaften haben wir 9,4cm an den Ecken und 9,1cm an den Mitten.

Wir haben auch schon in öffentlichen Lokalen Tische mit 10,5cm an den Ecken gehabt.

Bleibt die Frage: Welche Taschengröße ist empfehlenswert?

Nun, in über 15 Jahren als Tablefitter und 20 Jahren als Spieler haben wir die Frage nur zu oft diskutiert und wir bleiben bei unserem Rat: "Erstmal gehen lernen, dann Marathon laufen!" Soll heißen: erstmal mit größeren Taschen anfangen und wenn es zu leicht wird kann man die Taschen enger machen lassen!

Snooker ist ein sehr schwerer Sport, der sehr genaue Präzision erfordert. Im europäischen Festland gibt es sehr wenige Spieler auf Spitzenniveau und die breite Masse ist froh wenn sie ab und zu ein Break von über 30 Punkten zusammenbringen. Welchen Sinn macht es da auf engen Taschen den Frust zu fördern anstatt die Entwicklung?

Oft hören wir die Aussage: "Wenn ich auf engen Taschen trainiere und dann auf dem Turnier größere Taschen habe, treffe ich mehr!"

Jo... in der Theorie stimmt das. Nur, wenn man im Training ständig nur 20 und 30 Breaks spielt, weil dann die Kugeln klappern. Dann hat man auch nur das Selbstvertrauen wie jemand, der nur 20/30 Breaks spielen kann. Wenn man dann im Turnier mal 40 Punkte hinten ist, hat man eigentlich schon verloren, weil man es sich nicht zutraut den Rückstand aufzuholen. Wenn man aber auf großen Taschen trainiert und ständig 60-80 oder sogar 100er Breaks spielt. Dann hat man das Selbstvertrauen um sich von einem Rückstand noch lange nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.

Enge Taschen sind schwerer und bremsen die Entwicklung und Freude am Spiel und Training! Man braucht Erfolgserlebnisse!

Besonders für Vereine machen enge Taschen keinen Sinn, denn sie sind von zahlenden Mitgliedern abhängig. Wenn jetzt ein Anfänger durch Eurosport heiß wurde und es probieren will, hat er auf engen Taschen keine Erfolgserlebnisse und wird gefrustet wieder nach Hause gehen. Wenn er aber ab und zu mal was trifft und vielleicht sogar 2-3 Kugeln hintereinander reinschießt... dann ist er richtig angefixt und kommt bestimmt wieder!

Als wir den Verein "Snoobi Dresden e.V." gegründet haben, kamen Gäste aus den Vereinen des Umfelds und ein Spieler meinte zu uns: "Boa, die Taschen sind ja riesig! Da werd ich doch schlampig!" unsere Antwort: "Wieviele schlampige 100er Breaks hast Du denn Heute schon geschossen?" Kam keine Antwort.

Am Ende ist die Entscheidung natürlich die des Kunden. Wir können nur unsere Empfehlungen aussprechen und machen dann wie gewünscht.

Kugelpflege

Es gibt viele Spieler die auf Autopolitur, Küchenreiniger, Sidolin oder die Ballreiniger von Aramith schwören. Bestimmt kriegt man mit gewissen Hilfsmitteln einen besonderen Glanz hin, also wollen wir nicht dagegen sprechen. Aber falls sowas nicht zur Hand ist, reichen auch ein feuchtes und ein trockenes Geschirrtuch. Einfach die Kugel mit dem feuchten Tuch abrubbeln (um Fette, hartnäckige Kreidereste oder "Kick"-Spuren abzubekommen) und dann mit einem trockenen Tuch nachpolieren.

 

Das Tuch nageln oder Tackern? Mit Schnitt in der Mitteltasche oder ohne?

Nun, am gängigsten sind zwei Methoden um das Tuch eines Snookertisches ordentlich aufzuspannen:

Die traditionelle englische Methode ist mit Nägeln (geht auch mit Tackern) das Tuch so aufzuziehen, dass man auch an der Mitteltasche keinen sichtbaren Schnitt machen muss. Diese Methode wird auch von den Tablefittern von World Snooker genutzt, die die Tische im Fernsehen beziehen.

Jedoch hat diese Methode den Nachteil, dass das Tuch auf eine Art aufgespannt wird, dass die Spannung auf der Platte nicht überall gleich ist und - selbst bei Profi-Tischen - um die Mitteltasche das Tuch locker ist und beim Abblocken Wellen vor dem Blocker geschoben werden können. Ausserdem muss das Tuch bei dieser Methode oft nachgespannt werden nach gewisser Zeit. Wodurch man dann mehrere Spots auf dem Tisch hat. Vorteil ist natürlich die lupenreine Optik in der Mitteltasche (vor dem Nachspannen).

Hier sieht man das Problem bei der "traditionellen Methode":

 

Für mich als Spieler ist eine gleichmäßige und maximale Spannung auf der Spielfläche viel wichtiger als die Optik in der Mitteltasche. Deswegen...

Dann gibt es noch die "neuere" Methode (die auch genagelt oder getackert werden kann), bei der man das Tuch in alle vier Himmelsrichtungen maximal zieht und somit eine ganzflächig gleichmäßige Spannung erreicht. Der Nachteil bei dieser Methode ist allerdings, dass man durch die Spannung dann das Tuch nicht in die Mitteltasche gezogen bekommt und dafür dann einen Schnitt machen muss, der wie ein umgedrehtes V aussieht. Dieser kleine optische Mangel fällt den meisten gar nicht auf und uns ist auch in 20 Jahren nie zu Ohren gekommen, dass das Tuch an diesen Stellen eingerissen wäre. Durch die Maximalspannung muss das Tuch in der Regel auch nicht nachgespannt werden (nur zu hohe Luftfeuchtigkeit kann das Tuch lockern).

Nachdem wir mittlerweile für etliche Exhibitions mit Profis (Ronnie O'Sullivan, Stephen Hendry, Steve Davis, Mark Selby...), die Europameisterschaften in Malta und jedes Jahr die Deutschen Meisterschaften die Tische auf diese Art bezogen und nur positives Feedback über unsere Arbeit erhalten haben, beziehen wir ausschließlich mit dieser Methode.

Und hier der Spannungstest direkt nach dem Beziehen mit Cut in der Mitteltasche... unmöglich Wellen zu erzeugen!

 

 

Falls Sie Anregungen, Ergänzungen oder trotzdem noch offene Fragen haben, können Sie uns gern unter Kontakt erreichen!

Vielen Dank!