German Masters in Berlin - Wir waren dabei

23.02.2011.19:44

Liebe Snookerfans,

wer das nicht miterlebt hat, der hat wirklich etwas verpasst!

Es war das allererste mal das ein Profi Turnier auf fünf offenen Tischen ausgetragen wurde, das heißt, dass es keine Trennwände zwischen den Tischen gab und die Zuschauer von allen Plätzen einwandfrei auf alle Tische schauen konnten. Auch für die Profis war es neu den anderen Partien zusehen zu können. Doch von allen Spielern und Zuschauern war durchweg positives Feedback zu vernehmen.

Das perfekt organisierte Turnier lies allgemein eigentlich kaum einen Grund für schlechte Stimmung. Rolf Kalb heizte der vielen Tausend Zuschauer immer 15 Minuten vor der jeweiligen Session ordentlich ein und fütterte sie mit Informationen was sonst noch so hinter den Kulissen oder im Turnierverlauf passierte.

Leider gab es auch traurige Neuigkeiten abseits des Snookertisches. So erfuhr John Higgins nach seiner Freitag Morgen Partie das sein Vater ins Krankenhaus eingeliefert wurde und es sehr schlecht um ihn stand. John Higgins Senior litt schon seit längerem an Krebsleiden. John brach natürlich sofort das Turnier ab und fuhr zum Flughafen um schnellstmöglich wieder zuhause zu sein. Doch leider erreichte ihn am Flughafen die Nachricht das sein Vater verstorben ist. Unser herzlichstes Beileid an John Higgins und seine Familie.

Das Turnier musste natürlich weitergehen und das tat es in großem Stil. Samstag war die Halle komplett ausverkauft und diese Atmosphäre war sogar am letzten Platz ganz oben überwältigend. Wenn Rolf Kalb die Zuschauer darum bat zu Beginn der Übertragung auf Eurosport ordentlich Stimmung zu machen, so nahmen sie ihn beim Wort und man konnte nichts mehr verstehen. Man bekam überall Gänsehaut in diesen Momenten.

Bereits im Vorfeld wurden über 14.000 Tickets verkauft. Das war nah am Weltrekord. Rolf Kalb sagte uns, wenn man es auf die einzelnen Tage im Schnitt runter rechnet, dann haben wir den Weltrekord. Aber gegen die Weltmeisterschaft die über 17 Tage geht, kommt man in 5 Tagen natürlich nicht an.

Sportlich war das Turnier auch ein riesen Erfolg. Es gab sehr viele super spannende und aufregende Matches, hohe Breaks und die Möglichkeit alle Tische sehen zu können lies jedem Fan die Möglichkeit seinen Liebling zu bestaunen, egal wo er saß.

Der große Gewinner des Turniers war am Ende Mark Williams, der mit 9:7 gegen seinen Namensvetter Mark Selby gewann. Witziger Weise standen im sogar drei Namensvetter im Halbfinale. Denn neben den beiden Finalisten erreichte auch Marco Fu die vorletzte Runde.

Herzliche Glückwünsche an Mark Williams und natürlich auch an die Organisatoren dieses unvergleichlichen Spektakels!

Unterm Strich kann man sagen das dieses Event wieder richtig Lust zum Snooker gebracht hat und bewiesen hat das der Sport in Deutschland nach wie vor riesen Interesse hat.

Jetzt brauchen wir nur noch einen von unseren Reihen der oben mit dabei ist... wir arbeiten daran! ;)

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